Kreta – immer eine Reise wert

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Wer nach Kreta fliegt, will höchstwahrscheinlich keinen reinen Strand-Urlaub machen, auch wenn die Insel mit zahlreichen Stränden am türkisblauen Meer nicht geizt, bietet sie doch noch so viel mehr: einzigartige Landschaften, die mit Extremen spielen, eine Geschichte, die es sich lohnt zu erkunden und eine Kultur, die einen alle Sorgen vergessen lässt. Für eine Kreta-Reise sollte man sich mindestens 10 Tage Zeit nehmen, um wirklich einen Eindruck dieser bezaubernden Insel zu bekommen und sich vom kretischen Lebensstil in ein einzigartiges Urlaubsfeeling bringen zu lassen.

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Landkarte von Kreta

Wissenswertes für den Kreta-Urlaub

Die meisten der internationalen Flüge kommen in der kretischen Hauptstadt Heraklion (Iraklio) an, aber es gibt noch zwei weitere Flughäfen in Chania und Sitia, die aber hauptsächlich für Inlandsflüge und als militärischer Stützpunkt genutzt werden. Allein schon die Ankunft in Heraklion ist ziemlich spektakulär, da der Flughafen direkt am Meer liegt und die Start- und Landebahn parallel zur Küste verläuft.

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Der Hafen von Heraklion

Heraklion ist die größte Stadt Kretas und seit 1972 Hauptstadt der Insel. Zweitgrößte Stadt ist Chania und drittgrößte Rethimnon. Genauso wie die Städte Sitia und Agios Nikolaos liegen sie an der Nordküste, nur Ierapetra liegt an der Südküste – alle anderen Orte sind aufgrund der Bevölkerungsanzahl eher als Kleinstädte und  Dörfer zu bezeichnen. Touristisch erschlossen ist vor allem die Nordküste mit den Städten Chersonissos, Stalida und Malia, die östlich von Heraklion liegen und viele Hotels und eine lebhafte Promenade bieten. Wer es eher ruhiger mag, findet aber in den meisten Dörfern auch kleine Pensionen, die einfache Zimmer zur Vermietung anbieten.

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Blick zum Hafen in Sitia

Einzigartige Landschaften, die begeistern

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Plateau

Wer sich Kreta auf der Landkarte anschaut, wird schnell feststellen, dass die Insel ein großflächiges Gebirge darstellt. Zwischen den Bergen, die bis zu 2456m hoch sind, gibt es immer wieder fruchtbare Täler bzw. Plateaus, die landwirtschaftlich stark genutzt werden.

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Landschaft

Die Plateaus sind für die Bewirtschaftung so gut geeignet, weil der Schnee, der sich im Winter auf den hohen Gipfeln angesammelt hat, im Frühjahr langsam schmilzt und sich so der Boden in den Tälern gut anreichert. Insgesamt ist die Landwirtschaft auf Kreta sehr ausgeprägt – und das bezieht sich nicht nur auf die 36 Millionen Olivenbäume. Kartoffeln, Bananen, Wasser- und Honigmelonen, Tomaten, Gurken und vieles andere wird mehrmals pro Jahr angebaut und erwirtschaftet so den größten Teil des Einkommens der Kreter. Viele der Bewohner leben in einfachen Bergdörfern und sind durch den Anbau Selbstversorger.

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Jeep Safari

Wer im Sommer die Insel besucht, wird überrascht sein, wie grün es überall ist. Trotz der prallen Sonne, die Temperaturen von täglich über 30°C mit sich bringt und Sträucher und den Boden oberflächlich austrocknet, gibt es eine erstaunliche Flora.
Wer vom Wandern durch die Berglandschaft nicht so angetan ist, dem sei eine Jeep Safari empfohlen, wo man auch mal abseits der größeren Straßen die Landschaft erkunden kann. Wobei das Wort Safari hier etwas irreführend sein kann, da die “wildesten” Tiere, die man zu sehen bekommt, Schafe und Ziegen sind.

Kretische Geschichte und Kultur

Das erste, was man bei einem Kreta-Urlaub kennenlernen wird, ist das kretische Motto – die allgemeine Lebenseinstellung: “Siga Siga”, was so viel heißt wie “Langsam, langsam” oder “Immer mit der Ruhe”. Diese Einstellung mag für einen Urlaub mehr als angenehm sein und in Bezug auf die griechische Finanzlage vielleicht einiges erklären. Die Auswirkungen der Krise sind auf Kreta speziell jedoch gar nicht zu spüren, da – wie erwähnt – die Bewohner dort hauptsächlich Selbstversorger sind und das Leben allgemein wenig auf Geld aufgebaut ist bzw. der Tourismus keinen großen Einbruch erlitten hat und so noch viele Menschen Arbeit haben.

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Ausgrabungsstätte Festos

Die Geschichte Kretas ist von vielerlei Einflüssen geprägt. Da die Insel strategisch klug zwischen Europa, Asien und Afrika liegt, gab es viele Völker, die dies für den Handel nutzen wollten und so die Insel besetzten. Die minoische Kultur war die erste Hochkultur auf europäischem Boden, die man anhand der Ausgrabungststätten diverser Palastanlagen nachvollziehen kann. Die venezianischen Einflüsse sind vor allem in den Städten zu sehen. Aber auch die Besatzung der Türken und Muslimen hat Spuren hinterlassen, die man noch in einigen Bergdörfern sehen kann.

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venezianisches Flair in Rethimnon

Eine To-do-Liste für Kreta

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Knossos

Wer all die Schönheiten Kretas erkunden will, müsste wohl seinen gesamten Jahresurlaub dafür benutzen, so viel gibt es zu entdecken. Für die Kultur- und Geschichtsinteressierten ist Knossos, der größte minoische Palast im Süden von Heraklion, Anlaufpunkt Nummer eins. Daneben gibt es über die gesamte Insel verteilt aber noch weitere Ausgrabungsstätten, die ebenfalls einen Besuch wert sind.

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Agios Nikolaos

Auch empfehlenswert ist die Stadt Agios Nikolaos im östlichen Teil der Insel. Ein schöner Hafen, der in einen innerstädtischen See mündet, bildet eine wunderschöne Kulisse für ein Essen in einem der zahlreichen Restaurants und Cafés. Auch Rethimnon an der westlichen Nordküste ist eine bezaubernde Stadt mit charmantem Mittelmeer-Flair.
Für Naturliebhaber ist es wahrscheinlich am besten, wenn man sich für einige Tage ein Auto mietet und einfach auf eigene Faust die Insel erkundet. Während im nördlichen Teil die Berge eher gemächlich bis zur Küste hin abfallen, fährt man im Süden viele Serpentinen hinunter und überwindet so innerhalb kürzester Zeit 1000m zum Meer.

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Serpentinen

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Hippie-Höhlen in Matala

In Matala gibt es beispielsweise die Hippie-Höhlen – in einer Steilwand eingeschlagene Höhlen, die früher von den Hippies bewohnt wurden und die man jetzt besichtigen kann. Bekannt und beliebt ist auch die Samaria-Schlucht. Für einen Fußmarsch durch Kreta’s größte Schlucht sollte man schon gut einen ganzen Tag einplanen. In vielen Reiseführern wird auch der Palmenstrand von Vai ganz im Osten der Insel groß angepriesen. Dieser ist zwar grundsätzlich schön, aber auch ziemlich überfüllt und es wird ein Eintritt bzw. eine Parkgebühr verlangt. Hier kann man gut und gern auch auf andere schöne Strände an der Ostküste oder an der westlichen Südküste zurückgreifen. Ob in Fragkokastello (Westen), wo eine Burganlage direkt am Meer steht oder in Kato Zakros (Osten), wo ein wunderschöner Sandstrand nur eine handvoll an Badegästen anlockt.

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2 Responses to “Kreta – immer eine Reise wert”

  1. […] Sommer nach Rom, die türkische Riviera oder Kreta. Wieso eigentlich immer so weit weg, wo doch das Schöne auch so nah liegt? Deutschland hat […]

  2. Elke Greim sagt:

    Liebe Karolin,
    mein Name ist Elke Greim, ich bin Reiseveranstalter und Gründerin von LISA! Sprachreisen. Ich habe Deinen Blog heute beim Surfen auf Google+ entdeckt, den ersten Beitrag zu Kreta schon gelesen und würde mich freuen, Deinen Blog bei uns auf der Google+ Seite zu teilen. Ich nehme dich in meine Blogliste mit auf.

    Viele Grüße

    Elke Greim
    LISA! Sprachreisen