Gästeresidenz Pelikanviertel: Wohnen wie Sherlock Holmes

Was ist eigentlich ein Boardinghouse? Erklärt wird dies anhand der Londoner Adresse 221b Baker Street schon in DEM Klassiker der Krimiliteratur. Sherlock Holmes und sein Freund Dr. Watson lebten seinerzeit unter der Obhut der guten Seele Mrs. Hudson in einem solchen Gästehaus – zeitweise gemeinsam als WG. Das Konzept ist keineswegs ausgestorben. In der Gästeresidenz Pelikanviertel wird die alte Tradition hochgehalten – wenn auch in äußerst modernem Gewand.

Auch das Boardinghouse im Hannoveraner Pelikanviertel ist ein Zwischending zwischen Mietresidenz und Hotel. Die Betreiber selbst beschreiben es auf der Homepage so: „Wenn ein Hotel der 5-Sterne-Superior-Klasse einem Designer-Pumps gleicht, dann sind wir der gut eingetragene Lieblingsschuh, den man jeden Tag wieder gerne anzieht, der passt wie eine zweite Haut.“ Und das trifft es ziemlich genau.

Zwar sind im Pelikanviertel auch „normale“ Hotelgäste gern gesehen, aber hauptsächlich richtet sich das Angebot an Langzeitgäste. Wer sich für einen Langzeitaufenthalt entscheidet, kommt in den Genuss saftiger Rabatte, der Tagessatz in einer der fünf Zimmerkategorien sinkt beträchtlich, je länger man bleibt. Der Service ist dabei durchaus mit dem eines Hotels vergleichbar. Im wesentlichen muss man lediglich auf ein Restaurant verzichten und der Zimmerservice kommt nur einmal in der Woche. Dafür verfügt jedes Appartement über eine Kochgelegenheit, auf Wunsch wird gegen einen überschaubaren Aufpreis im Foyer ein Frühstück gereicht und auch ein Waschsalon steht allen Gästen offen.

Boardinghouse-Frühstück

Frühstück im Foyer

Das Angebot der Gästeresidenz Pelikanviertel richtet sich vor allem an urbane Nomaden, die in einem klassischen Hotel in Hannover nicht unbedingt glücklich werden. Zum Beispiel an Leute, die für eine gewisse Zeit in der Stadt beruflich zu tun haben, ohne vielleicht genau zu wissen, wie lange das der Fall sein wird. Aber auch für Neu-Hannoveraner, die in Ruhe nach einer dauerhaften Bleibe suchen oder sich selbst eine bauen wollen, ist die Sache durchaus reizvoll. Denn schließlich kann man nie ganz sicher sein, wann die eigenen vier Wände bezugsfertig sind.

Boardinghouse-Zimmer

Zimmer in der Gästeresidenz

Natürlich ist ein Leben im Boardinghouse dennoch einen Tick kostspieliger als in einer vergleichbaren Mietwohnung. Aber dafür entfällt eine ganze Menge Orga-Stress: die Anschaffung von Möbeln, die Einrichtung eines Telefon- und Internetanschluss (WLAN ist im ganzen Haus vorhanden), die Zahlung an die GEZ sowie die Extrakosten für Müllentsorgung, Strom- und Energie. Und putzen muss man auch nicht selber. Sherlock Holmes wusste soviel Bequemlichkeit seinerzeit derart zu schätzen, dass er für immer blieb und auch Dr. Watson hinderte nur der Hafen der Ehe, in 221b Baker Street alt zu werden. In der Gästeresidenz Pelikanviertel kann einem das durchaus auch passieren!

 

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